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June 30, 2011

„ROFOBOX“: Weltpremiere in Berlin

Start für erste innovative High-Tech-Servietten-Faltmaschine im Estrel Hotel Berlin – Seit Anfang Juni im Dauereinsatz – Bereits über 7.000 Servietten maschinell gefaltet

(Berlin, 30. Juni 2011) Hier wird gastronomische Geschichte geschrieben: Im Estrel Hotel Berlin wurde nun die erste innovative High-Tech-Servietten-Faltmaschine der Welt offiziell vorgestellt. Die „ROFOBOX“ (www.rofobox.com) – das Akronym steht für „Robot Folding Box“ – ist bereits seit Anfang Juni in dem großen Tagungs- und Eventhotel im Dauereinsatz und hat bereits über 7.000 Tischservietten für Bankettveranstaltungen akkurat gefaltet. „Die ROFOBOX erleichtert die Arbeit erheblich“, sagte Estrel-Servicedirektor Matthias Hartmann.

Weltpremiere im Estrel Hotel Berlin – der seriennahe Prototyp der „ROFOBOX“. (Foto: David Schuschkleb)

Weltpremiere im Estrel Hotel Berlin – der seriennahe Prototyp der „ROFOBOX“. (Foto: David Schuschkleb)

In rund dreieinhalb Jahren hat das Gründerteam um Gastronom und Betriebswirt Kartal Can mit einem Investment von über zwei Millionen Euro die mit hypermoderner Roboter-Technologie arbeitende Servietten-Faltmaschine entwickelt. Die mehrfach ausgezeichnete Faude Automatisierungstechnik GmbH musste hierbei drei Roboterarme koordinieren – das gilt als Novum in diesem hochtechnisierten Bereich und ist damit sogar der Automobilindustrie einen Schritt voraus. Aktuell beherrscht die „ROFOBOX“ mehrere gängige Serviettenfaltformen wie zum Beispiel die Kerze oder Bischofsmütze. „Weitere Faltformen sowie die Zugabe von Bestecken und Banderolen werden derzeit konstruiert, programmiert und in Kürze getestet“, sagte Kartal Can, Geschäftsführer der ROFOBOX GmbH, Kornwestheim bei Stuttgart. Zu den Visionären um die Automatisierungstechnik für die Tophotellerie gehören auch der Diplom Ingenieur Oliver Martin und der  Wirtschaftsprüfer Rolf Breyer.

Touchpanel an der „ROFOBOX“: 3 Roboterame zu koordinieren setzt auch in der Automatisierungstechnik neue Standards (Foto: David Schuschkleb)

Touchpanel an der „ROFOBOX“: 3 Roboterame zu koordinieren setzt auch in der Automatisierungstechnik neue Standards (Foto: David Schuschkleb)

Die „ROFOBOX“ zeichnet sich durch einen modularen Aufbau aus. Anlieferung der Servietten, Faltstation, Ablage und Auslieferung sind auf wenigen Quadratmetern optimiert untergebracht. Gesteuert wird die Servietten-Faltmaschine mit nur einem PC, der auch Fernwartung zulässt, und eine Bildverarbeitung für Serviettenausrichtung und Eckenerkennung. Zwei Roboterarme von Denso sind mit einem Paddel und einem Kammgreifer ausgestattet – und falten die Servietten. Ein weiterer Roboterarm von Universal Robots dient als Entladehilfe.

„Mit Servietten, den sogenannten biegeschlaffen Werkstoffen, ist es nicht leicht in der Roboter-Technologie, da zum Beispiel die Kanten oft nicht gerade sind oder die Ecken nicht exakt aufeinander passen“, berichtet Can. Mit spezieller Infrarot-Beleuchtung und einer Spezialkamera können die Roboterarme das Werkstück „sehen“ und wissen, wo sie anzusetzen haben. Derzeit benötigt die „ROFOBOX“ knapp 50 Sekunden je Serviettenfaltung, hier das Beispiel der Kerze genannt. „Wir erreichen aber im Serienmodell bereits die Schallmauer von nur 35 Sekunden je Kerze. Prinzipiell sind wir gleichschnell, teilweise sogar langsamer als der Mensch, allerdings arbeitet die ROFOBOX 24 Stunden am Tag und in der Nacht. Wie bei jeder erfolgreichen Technologie kann über die Dauer der Mensch hier einfach nicht mithalten. Um den Output der ROFOBOX zu erreichen, benötigt der Hotelier/Gastronom drei bis vier Personen, die nichts anderes machen außer Serviettenfalten. Diese Manpower kann um einiges gewinnbringender eingesetzt werden.“, so Can. Bei dieser Geschwindigkeit bleibe die Qualität der Faltung voll aufrecht erhalten.

Team der „ROFOBOX“ – Von links: Cangül Celik-Can, Dieter Faude, Matthias Hartmann (Servicedirektor Estrel Hotel Berlin), Kartal Can, Rolf Breyer, Oliver Martin, Michael Scharpf und Alexandra Böse (Foto: David Schuschkleb)

Team der „ROFOBOX“ – Von links: Cangül Celik-Can, Dieter Faude, Matthias Hartmann (Servicedirektor Estrel Hotel Berlin), Kartal Can, Rolf Breyer, Oliver Martin, Michael Scharpf und Alexandra Böse (Foto: David Schuschkleb)

„Die ROFOBOX ist weltweit einzigartig“, so Can. Mit der Automatisierung einer sog. C-Tätigkeit erreicht das Estrel Hotel Berlin im Feldversuch eine erhebliche Zeit- und Ressourceneinsparung. Bislang mussten Servicemitarbeiter immer wieder für Servietten-Falten herangezogen werden – nun wird diese Arbeitszeit effizienter für den Service am Gast oder interne Schulungen genutzt.

Ein weiteres Argument für die „ROFOBOX“ ist der Hygienefaktor. Da die Tischservietten von allen Gästen auch zum Mund geführt werden, gelten hier besondere Maßstäbe. „Mit dem hygienisch einwandfreien Verarbeiten der Tischservietten erreichen wir mit der ROFOBOX einen neuen Qualitätsstandard im HACCP-Management“, so Can.

Die „ROFOBOX“ kann von Topentscheider aus der Hotellerie, gehobenen Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung im Estrel Hotel Berlin besichtigt werden. Dazu ist eine Voranmeldung nötig – über http://www.rofobox.com/.

Die „ROFOBOX“ soll ab dem nächsten Jahr auch international präsentiert werden. Eine Kick-off-Veranstaltung in den USA wird bereits geplant.

Die ROFOBOX GmbH mit Sitz in Kornwestheim nahe Stuttgart wurde 2008 von Kartal Can, einem erfahrenen Gastronomie-Unternehmer und diplomierten Internationaler Betriebswirt, gegründet. Als Start-Up wurde es im Herbst vergangenen Jahres u.a. bei der „Gründerwoche Deutschland“ als Beispiel „Best Practice“ hervorgehoben. Weitere Informationen: www.rofobox.com

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