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August 7, 2020

Vier von zehn Mittelständlern nutzen soziale Medien zur Mitarbeitergewinnung: Fachkräftemangel und Berufseintritt von “Digital Natives” treiben Aktivitäten an – Weitere Zunahme durch Corona-Krise zu erwarten

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Frankfurt/Main, 07. August 2020 – Kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland sind immer häufiger auf Social-Media-Kanälen aktiv, um neue Mitarbeiter zu finden. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung von KfW Research. Vier von zehn Mittelständlern nutzen die Kanäle bereits heute für Personalrekrutierung, weitere 22 Prozent planen entsprechende Aktivitäten für die kommenden zwei Jahre.

“Der zunehmende Fachkräftemangel in Deutschland lässt die Mittelständler neue Wege bei der Personalsuche gehen. Auch der Eintritt der “Digital Natives” mit ihrem spezifischen Kommunikationsverhalten ins Berufsleben ist eine Triebfeder der verstärkten Social Media-Aktivitäten”, sagte Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW. “Die Einschränkung sozialer Kontakte durch die Corona-Krise dürfte zu einem weiteren Social Media-Schub bei der Mitarbeitergewinnung führen, da klassische Rekrutierungsmaßnahmen wie etwa Tage der offenen Tür oder Ausbildungsmessen zurzeit nicht stattfinden können.”

Unter den sozialen Netzwerke sind die beiden Karrierenetzwerke LinkedIn und XING sowie Facebook die am häufigsten von Personalleitern genutzten Plattformen. Mithilfe eines eigenen Profils wollen die Unternehmen hier potenzielle Bewerber auf sich aufmerksam machen. Zudem durchsuchen die Firmen gezielt die zu Bewerbungszwecken erstellten Profile von Nutzern und schreiben aktiv Jobsuchende an, die einen vielversprechenden Lebenslauf sowie die passenden Qualifikationen haben.

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KfW Research hat für die aktuelle Studie in Kooperation mit anderen europäischen Förderbanken mehr als 2.500 Unternehmen aus Deutschland, Frankreich, Polen, Spanien und dem Vereinigten Königreich befragt. Der gemeinsam erstellte European SME Survey 2019 zeigt, dass die kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland im Vergleich zu Mittelständlern anderer europäischer Länder bei der Mitarbeitergewinnung in sozialen Medien unterdurchschnittlich aktiv sind: In Großbritannien rekrutieren bereits 52 Prozent, in Polen 50 Prozent und in Spanien 49 Prozent aller mittelständischen Firmen Personal auf diesem Wege. Lediglich in Frankreich ist der Anteil mit 39 Prozent niedriger als hierzulande. “Im internationalen Vergleich liegen die deutschen mittelständischen Unternehmen nur im unteren Mittelfeld, wenn es um die Rekrutierung von Fachkräften über soziale Netzwerke geht,” so Fritzi Köhler-Geib.

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Außer für die Mitarbeitergewinnung nutzen die deutschen Mittelständler soziale Medien auch für Imagebildung, Produktvermarktung und Austausch mit den Kunden. Insgesamt waren im vergangenen Jahr 59 Prozent aller kleinen und mittleren Unternehmen auf Social Media-Kanälen aktiv. Das ist ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Jahr 2015.

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