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August 9, 2020

New Normal nur mit Maske?!

Ralf Borchert with mask.

Ein Leitartikel von Ralf Borchert, CEO Holedo

Masken nerven! Brillengläser beschlagen. Das Atmen fällt schwer. Die Leistungsfähigkeit ist reduziert. Durchgeatmete Stoffe riechen eklig. Blicke und Mimik sind kastriert. Das Sichtfeld ist eingeschränkt.

Wer einen Mund-Nasen-Schutz acht Stunden oder länger bei der Arbeit tragen muss, ist längst entnervt und sehnt sich ein Ende dieser Hygieneauflagen herbei. Eher früher als später.

Aber nicht nur das. Verleugnung und Wut, Feilschen, Depression und Akzeptanz sind universale Phasen des Trauerns.  Wenn wir uns einen Moment Zeit nehmen können wir dies Verhalten in verschiedenen Stationen all around zu erkennen.

Menschen verbal anzugreifen, weil diese keine Maske tragen ist genauso unangebracht wie keine Maske zu tragen.

Lasst euch nicht von Angst, Sorgen und eigenen Meinungen hijacken. Es ist wie es ist und es ist weder gut noch schlecht!

Gute Menschen tragen Masken und schlechte Menschen tragen keine? Wer hat recht? Wer kann das sagen? Ihr merkt schon, worauf ich hinaus will…

Solange wir uns mit Gut und Böse und Rechthaberei befassen, so lange haben wir für uns und Andere keinen Raum, um uns mit den Dingen auseinanderzusetzen, welche funktionieren und nicht funktionieren.

Es ist wie es ist und es ist so:

Die ungeliebten Masken schützen uns etwas aber hauptsächliche unsere Mitmenschen vor einer verhängnisvollen Infektion mit dem Coronavirus. Längst ist klar, dass auch bei einem glimpflichen Krankheitsverlauf Langzeitfolgen für Lunge und Hirn drohen! Masken und Abstand sind Grundpfeiler im mühsamen Kampf um Infektionsschutz im Alltag. Und ein geringer Preis im harten Marathon, der diese Krisenbewältigung nun mal ist. Das ist einfach so – weder gut noch böse.

Wir wissen mittlerweile auch das bis zu etwas über 40% aller Covid19 infizierten Menschen asymptomatisch sind. D.h. aus 10 infizierten Menschen wissen es zwischen 4 – 5 Menschen nicht und sind deswegen nicht weniger ansteckend.

Keine Maske zu tragen da man „nicht krank ist“ funktioniert auch nicht. Wir wissen es einfach nicht. Nur tägliches zuverlässiges Testen kann diese Ungewissheit klären. Wer von uns hat diese Möglichkeit?

Masken bedeuten einen Weg in eine Zukunft ohne allzu große Sorgen.  Sie sichern Arbeitsplätze in Küche und Keller – und bedeuten Freiheit, nicht Unterdrückung. Wenn wir aus Trotz und Zorn keine Masken tragen, sind wir nicht wirklich frei. Jeder Mensch weiß instinktiv, was richtig und was falsch ist. Wenn wir gegen das, von dem wir wissen, dass es richtig ist, Taten begehen, leiden wir. Manche Menschen werden sogar davon krank. Das ist keine Freiheit.

Deswegen: Schutzmasken geben uns Freiheit!

Außerdem: Die Alternativen wären weitere Lockdowns – Zwangsschließungen von Hotels und Restaurants, Cafés und Kneipen. Steigen die Infektionszahlen (wieder) an, schneiden wir uns ins eigene Fleisch. Dagegen ist ein bisschen Stoff – humorvoll auch als “Schnutenpulli” verballhornt – doch eine leichte Alltagsübung, nicht wahr?

Eine Untersuchung der Uniklinik Leipzig ergab: Volumen und Atmung der Atmung werden durch Masken nicht unerheblich beeinträchtigt. Das wurde mit Probanden auf Ergometern gemessen. Die Atmung fällt schwerer, geht nicht mehr leicht und unbewusst. Das gehört auch zu Anstrengungen, diese schwere, weltweite Krise zu bewältigen.

Doch es gibt einen einfachen Trick (im Kopf) um dies zu bewältigen: Sagen Sie sich einfach im Stillen den Satz “Mir geht es gut. Ich kriege genügend Luft.” Dies hat mir ein erfahrener Feuerwehrmann verraten. Die Retter müssen häufig lang mit schweren Atemschutzsystemen und begrenzter Atemluft auskommen – bei körperlich höchst anstrengender Arbeit! Da hilft diese Selbstberuhigung – probieren Sie es aus!

Und auch dies: Lassen Sie sich medizinisch testen! Auch ohne spürbare Symptome kann man den Erreger in sich tragen – und unbemerkt weiterverbreiten. Dies haben Tests erwiesen. Also: Schließen Sie diese Risikofaktoren aus, mit einem freiwilligen Antikörper-Test. Der Abstrich dauert nur wenige Sekunden und ist für Jedermann zumutbar.

Schutzmasken sind Segen und kein Fluch.

Andere und sich zu schützen funktioniert. Und wenn etwas funktioniert dann erfahren wir das als Freiheit. Als Bewegungsfreiheit und Geborgenheit. Für ein geringes Opfer. Machen wir was draus!

Ralf Borchert ist Herausgeber und Mitbegründer von Holedo – Hospitality Leaders.

Das Plakat zeigt die Unterschiede zwischen einem Mund-Nase-Schutz und einer Atemschutzmaske. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/65320 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: “obs/Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)/DGUV”

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