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August 12, 2020

Azubis in Gastronomie, Hotellerie und Tourismus: 28% weniger Neuverträge 2019 als zehn Jahre zuvor – Anzahl der angehenden Köche hat sich seit 2010 halbiert

Ausbildung in Hotellerie und Gastronomie (Foto: Dehoga

Wiesbaden, 12. August 2020 – Ausbilden ist im Jahr der Corona-Krise für viele Unternehmen ein Kraftakt. Wer trotzdem Fachkräfte ausbildet, kann seit Kurzem staatliche Unterstützung beantragen. In vielen Betrieben fehlte der Nachwuchs schon vor der Krise. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, haben in den vergangenen Jahren immer weniger Menschen eine Ausbildung in der Gastronomie, Hotellerie und im Tourismus sowie im Einzelhandel begonnen. Im Jahr 2019 wurden 77.000 neue Ausbildungsverträge in diesen Branchen abgeschlossen und damit 28 Prozent weniger als im Jahr 2010. Dieser Wert liegt deutlich unter dem Durchschnitt: In allen dualen Ausbildungsberufen wurden insgesamt acht Prozent weniger Neuverträge als noch vor zehn Jahren abgeschlossen.

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Die Gastronomie ist eine der Branchen, die von den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ab Mitte März besonders getroffen wurde, da Restaurants und Lokale über Wochen geschlossen bleiben mussten. Aber auch vor 2020 hatte die Branche einen schweren Stand bei potenziellen Nachwuchskräften. Das zeigt sich an der Zahl der Auszubildenden: Im vergangenen Jahr begannen 15.000 Menschen eine berufliche Ausbildung in der Gastronomie oder Speisenzubereitung, zehn Jahre zuvor waren es noch 28.000. Der Beruf Koch/Köchin gehört ebenfalls zu den Top Ten der unbesetzten Ausbildungsstellen (Platz 7), die die Bundesagentur für Arbeit im Juli 2020 veröffentlicht hat. Demnach waren zu diesem Zeitpunkt noch 4.429 Stellen unbesetzt.

Die Zahl aller neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge ist seit Jahren rückläufig. Während 2010 noch 559 000 Verträge abgeschlossen wurden, waren es 2019 nur noch 513 000. Insgesamt befanden sich am 31. Dezember 2019 rund 1,3 Millionen Personen in einer dualen Berufsausbildung, zehn Jahre zuvor waren es noch 1,5 Millionen (-11,9 %).

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